
Wanderung Haggenegg – Mostelegg
Wanderung im Kanton Schwyz mit Heinz Jossi am Samstag, 10 Mai 2025
Schön war die Route, und wir waren eine richtig grosse Wandergruppe. Gemischt war sie auch: mehr Männer als sonst, und sogar einige Jüngere waren dabei. Wir waren mehrere altgediente NaturfreundInnen – Sali, gseht me dich au wider ämal -, aber auch einige Neulinge wagten sich zu uns – fein.
Toll war auch das Wetter – ein richtig angenehmer Spätfrühlingstag.
Von Brunni ging es etwa 300 m aufwärts zur Haggenegg. Kurz vor diesem höchsten Punkt der Wanderung war der erste Stundenhalt zum Verschnaufen angesagt. Bei der Holzkapelle Haggenegg folgte schon wieder eine Pause; schliesslich galt es dort, die Aussicht Richtung Süden zu bewundern und das hübsche Interieur der Kapelle mit den vielen Votivtafeln zu besichtigen. Zeit für ein kurzes Gebet wäre auch gewesen…
Nun folgte eine ziemlich lange Geradeausstrecke mit ständiger Sicht auf den Vierwaldstätterseee plus Rigikette und andere Berge – ein Genuss. Picknick an einem hübschen Fleckchen, und Kafi avec in der Bergbeiz «Aengelstockweid». Und dann ein Abstieg auf einem ziemlich unbekannten schmalen Wander- und Gratweg Richtung Spiegelberg-Steinen. Da das Grün der Bäume noch jung und frisch war, hatte man auch im Wald eine Durchsicht nach links und rechts.
Und plötzlich: Hudigäggelertöne (ich liebe diese Musik und finde den Begriff Hudigäggeler deshalb nicht abwertend, sondern einfach angenehm altmodisch). Von wo? Drei junge Leute sassen auf einem Heuwagen (oder etwas Ähnlichem) und spielten urchige Stückli. Warum wohl? Wegen erwarteten Wanderern sicher nicht, denn an diesem Plätzchen kommt höchst selten jemand vorbei. Also spielten sie aus lauter Freude und zu Übungszwecken – schön. Natürlich genossen wir die volkstümlichen Töne ein Weilchen – Heinz und Emmi wagten sogar ein Tänzlein; dann ging es weiter nidsi.
Bei der Busstation teilte sich die Gruppe: die Mehrheit fuhr über Sattel Richtung Zürichsee, die andern via Schwyz Richtung Zug. Tschau zäme. Es war eine schöne Wanderung und ein Tag in einer harmonischen 19-ergruppe.
Übrigens begleitete uns ein junger Berner als Fotograf im Auftrag der Schweizer Naturfreunde. Er knipste vermutlich über hundert Fotos – einige vervollständigen diese Zeilen.
Wie immer, wenn Heinz Jossi mit grosser Ruhe und Gelassenheit eine Naturfreunde-Wanderung leitet und führt, klappte alles picobello, und einmal mehr kann ich nur sagen: herzlichen Dank, Heinz.
Evy Merino, Bonstetten



















